Eiswein mit allem drum und dran.

 

 

Eine Spezialität die jeder kennt und trotzdem noch nicht in aller Munde war, ist der Eiswein.

Die meisten Weintrinker haben schon von der Zubereitung gehört, für alle anderen hier ein Bericht vom Zittern und Bangen dieser Besonderheit.

Zum ersten Mal stellt sich die Frage des Eisweins bereits Ende Sommer. Dort unterscheiden wir die Weinberge, die früh bzw. spät geerntet werden und ob sie im Ertrag reduziert werden oder nicht. Zu diesem Zeitpunkt keimen die ersten Hoffnungssamen auf einen frostigen Winter. Während der Weinlese muß der ausgewählte Weinberg vorgelesen werden, d.h. die voll- oder überreifen Trauben erfahren eine gewöhnliche Verarbeitung zu Wein. Der verbleibende Rest bekommt einen Schutz (Vogelnetze), damit die Vögel sich nicht über diese Delikatesse her machen.  Und dann beginnt ab Ende Oktober das Warten, denn nun kommt das Wesentliche.

 

Was den Eiswein zum Besonderen macht ist die Tatsache, dass die Trauben im gefrorenen Zustand (-7°C) geherbstet (geerntet) und abgepresst werden müssen,

    

denn da ist das Wasser in den Trauben gefroren. Somit wird nur das Konzentrat aus den Trauben gepreßt. Sowohl der Zuckergehalt als auch der Extrakt und weitere Inhaltsstoffe sind in extrem hohen Werten vorhanden.

Nachfolgend beschreiben wir chronologisch wie kribbelig, aufregend und aufwändig es ist, bis solch ein großer Wein im Keller liegt:

 

 

Das Ernten der gefrorenen Trauben macht uns allen sehr viel Spaß und obwohl die Temperatur auf jetzt –8°C gefallen ist, herrscht keine Spur von Kälte unter uns. Die gefrorenen Trauben werden in die Eimer geschnitten, und von dort in einen großen Behälter umgefüllt.

         

 

Ein schönes Erlebnis war das sanfte und leise herunterrieseln des Eises von den Ruten während des Schneidens.

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Um ca. 7.30 Uhr haben wir 2/3 der Trauben geschnitten, die Morgendämmerung bricht an und der erste „Herbster“  muß uns wegen einem Arzttermin verlassen.

     

 

Schade, denn seit einigen Minuten dreht sich das Gespräch um warmen Tee, Kaffee und Frühstück.

Um 8.00 Uhr ist es hell und wir sind mit der Eisweinlese fertig. Ein gutes Gefühl stellt sich ein.

 

 

Wir verlassen unser Grundstück mit dem Namen „Einpflänzle“, dass uns diese tollen Trauben beschert hat.

Zu Hause angekommen müssen die Trauben jetzt sehr schnell verarbeitet werden, damit sie gefroren abgepresst werden.     

 

Bei der  Qualitätsbestimmung reicht unser Messgerät ( Refraktometer ) nicht aus, weil wie erhofft der Zuckergehalt über 150° Oechsle liegt. Nachdem wir den Most zur Messung im Glas verdünnt haben registrieren wir für das Kellerbuch 165° Oechsle.   

Nun liegt der Saft im Keller und wird unter Beobachtung vergoren. Das tägliche Kontrollieren und Probieren unseres ersten Eisweins macht richtig Spaß.

 

Durch diesen Bericht erhielten sie einen kleinen Einblick um Zittern und Bangen des ersten Eisweines vom Weingut Schaffner.

 

Damit aber nicht nur wir etwas von diesem außergewöhnlichen guten Tropfen haben, können Sie ihn ab dem nächsten Jahr bei uns erhalten. Freuen Sie sich mit uns darauf.

Esther und Thomas Schaffner

 

Vielen Dank allen Helfern und Herbstern, die uns an diesem schönen Morgen unterstützt haben.

Ihr ward und seid spitze.

 

      

  Heinrich (Papa)          Gerhard             Eva (Praktikantin)

   

        Martine                  Dagmar                    

      

    Matthias                    Esther                   Thomas

 

dieses Blümchen hat den Frost und den Traktor überlebt